Osteopathie-Jetzt, Friederike Kaiser

Osteopath/in ist in Deutschland kein anerkannter Beruf. Allerdings haben sich die Verbände in einem Dachverband (BAO) darauf geeinigt, dass sich nur “Osteopath” nennen darf, wer einen festgelegten Ausbildungsweg (s.u.)  abgeschlossen hat.

Das bedeutet: Eine medizinische Grundausbildung (ÄrztIn, Heilpraktikerin, PhysiotherapeutIn), dann berufsbegleitend 1350 Stunden Osteopathie- Ausbildung mit Prüfungen und eine nationalen Abschlussprüfung. Es gibt inzwischen auch die Möglichkeit eine akademische Vollzeitausbildung über mindestens 4 Jahre zu absolvieren, die in Kooperation mit Universitäten ausgerichtet ist. Als Abschlüsse stehen je nach Ausbildungsstätte und persönlichem Engagement der BAO-Abschluss, Bachelor, der Master of Science und der DO zur Verfügung. Physiotherapeuten müssen seit einiger Zeit zur Ausübung der Osteopathie den Heilpraktiker-Schein machen, sie sind per Gesetz nicht ermächtigt "Heilkunde" auszuüben - und als solche ist die Osteopathie eingeordnet.

Voraussetzung für das selbständige Arbeiten am Patienten und die Möglichkeit über private Kassen abzurechnen, ist also entweder der Beruf ÄrztIn oder HeilpraktikerIn. 

Nachdem seit 2012 immer mehr gesetzliche Krankenkassen dazu übergegangen waren, einen Anteil zu osteopathischen Behandlungen von Heilpraktikern und Ärzten zuzuzahlen, wird seit 2016 die Luft wieder dünner. Heute, 2018, zahlen viele Kassen nur noch kleine Beiträge zu den Behandlungskosten zu, wenn überhaupt. Die Verbände versuchen weiterhin, den Osteopathen als eigenen Beruf zu etablieren, aber da gibt es noch viel Gegenwind. D.h. es wird zunehmend wieder mehr finanzielle Eigenleistung von den Patienten verlangt.

 

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