Eine osteopathische Behandlung beginnt in der Regel mit einem Gespräch, in dem die Geschichte, wie, wann und wodurch die Beschwerden entstanden sind (falls es dazu Informationen gibt), besprochen wird. Es werden auch andere Beschwerden, Unfälle, Geburten, Operationen und Medikamenteneinnahme abgefragt.

Ein wichtiger Bereich der Osteopathie beschäftigt sich mit der Therapie von Säuglingen und Kleinkindern. Es gibt sogar inzwischen eine eigene Ausbildung zum “Kinderosteopathen”.

Kinder im Allgemeinen sprechen sehr gut auf osteopathische Behandlungen an. Während einerseits grundsätzlich gilt, dass ein Heilungsprozess um so schneller und vollständiger vonstatten geht, je jünger die Patienten sind, so gibt es das Alter zwischen beginnender Mobilität (Laufen) und beginnender Denkfähigkeit (Einsicht), in dem die Behandlung an sich sehr schwer durchzuführen ist.

Wichtig ist mir anzumerken, dass sich in den letzten Jahren die Modelle über Behinderungen von Kindern sehr gewandelt haben. Die moderne Hirnforschung hat festgestellt, dass das Gehirn von Kindern ziemlich gut in der Lage ist, die Folgen von etwaigen Verletzungen unter der Geburt oder durch Sauerstoffmangel wieder zu beheben .

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, die ich als Frau selbst mit diversen gynäkologischen (Frauen-) Problemen und dem oft unzureichenden Verständnis vieler nicht nur “Schul”- Mediziner für die Problemen meiner Patientinnen hatte, habe ich vor 30 Jahren begonnen, dieses Thema als einen Arbeitsschwerpunkt zu entwickeln.

Bindegewebe, d. h. die Grundsubstanz, aus der ein menschlicher Körper besteht, ist nicht nur der Ort, wo die Ernährung der Zellen und Informationsweitergabe stattfindet, sondern dort werden auch Traumata (Verletzungen) aller Art gespeichert.