Osteopathie-Jetzt, Friederike Kaiser

Kinder im Allgemeinen sprechen sehr gut auf osteopathische Behandlungen an. Während einerseits grundsätzlich gilt, dass ein Heilungsprozess um so schneller und vollständiger vonstatten geht, je jünger die Patienten sind, so gibt es das Alter zwischen beginnender Mobilität (Laufen) und beginnender Denkfähigkeit (Einsicht), in dem die Behandlung an sich sehr schwer durchzuführen ist.

Ein einjähriges Kind muss entweder mit Osteopathie schon gute Erfahrungen gemacht haben, ziemlich müde sein oder eine sehr spannende Ablenkung haben, um sich auch nur 5 Minuten ruhig anfassen zu lassen. Es gibt Kinder, wo gar nichts geht.

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Ich versuche es immer, aber ich möchte Eltern darauf vorbereiten, dass es auch mal sein kann, dass Sie ohne Behandlung wieder gehen müssen, weil Ihr Kind jede Annäherung der OsteopathIn verweigert. Und ich erzwinge keine Behandlung durch Festhalten.

Kinder ab drei sind wunderbare Patienten und genießen es meistens behandelt zu werden. Es gibt viele Problemfelder und Gründe, weshalb OsteopathInnen aufgesucht werden. Meistens und sinnvollerweise ergibt sich dabei eine therapeutische Zusammenarbeit mit anderen Berufsfeldern wie: Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Kieferorthopäden, Orthopäden, Psychologen und Kinderärzten.

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Wenn Sie Fragen dazu haben, rufen Sie an – es ist oft sinnvoll, vor einer Behandlung telefonisch abzuklären, ob Osteopathie für das Problem Ihres Kindes unterstützend sein kann. Oft ist es auch besser die Krankengeschichte ohne das Kind zu besprechen.

Die Behandlungsdauer bei Kindern ist in der Regel 25 Minuten. Davor wird zuerst die Krankengeschichte aufgenommen und Veränderungen besprochen. Das heißt, Sie müssen für den ersten Termin 40, für die Folgetermine 30 Minuten einplanen.

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Nach der Behandlung sollten die Kinder keine körperlich anstrengenden Termine haben und möglichst am selben Tag das Toben unterlassen!

Eine osteopathische Behandlung kann die gewohnte Balance zwischen den Muskeln und Gelenken verändern. Das ist ja auch Teil der Idee. Aber im Gegensatz zu Erwachsenen, die ihre veränderte Wahrnehmung spüren und kürzer treten, gehen Kinder gerne über ihre Grenzen. Wenn sich zum Beispiel das Gleichgewichtsgefühl verändert, ist die Unfallgefahr größer. Deshalb am Behandlungstag etwas ruhigere Aktivitäten einplanen.

-> Newiger, Christoph: Osteopathie, so hilft sie Ihrem Kind. Trias-Verlag 2005

 

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