Osteopathie-Jetzt, Friederike Kaiser

Eine osteopathische Behandlung beginnt in der Regel mit einem Gespräch, in dem die Geschichte, wie, wann und wodurch die Beschwerden entstanden sind (falls es dazu Informationen gibt), besprochen wird. Es werden auch andere Beschwerden, Unfälle, Geburten, Operationen und Medikamenteneinnahme abgefragt.

Falls schon Befunde, wie z.B. Röntgenbilder vorhanden sind, ist es sinnvoll, diese mitzubringen. In diesem Gespräch können auch Fragen gestellt und Befürchtungen oder Ängste .geäußert werden. Das Gespräch wird bei dem ersten Praxisbesuch ca. 15 Minuten dauern, bei folgenden Terminen wird nur kurz nach Veränderungen und neuen Befunden gefragt.

Danach folgt eine körperliche Untersuchung ( bei Erwachsenen in Unterwäsche) im Stand, Sitz und Liegen.

Dann wird behandelt. Oft tauchen während der Behandlung weitere Fragen von beiden Seiten auf, die werden dann währenddessen besprochen.Behandlung Bauch

Behandelt wird das, was man/frau findet. Es kann durchaus sein, dass bei Schmerzen am Kopf bei den Füßen oder dem Unterleib begonnen wird. Die Ursachen eines Problems liegen oft woanders als dort, wo sie sich äußern. Michael Ehnert, ein Kabarettist, hat in seinem Stück “Mein Leben” diese Arbeitsweise von Osteopathen witzig auf die Bühne gebracht.

Die Arbeitstechniken können unterschiedlich intensiv bezüglich Kraft und Dauer sein. Es sind nicht immer die “sanften” Techniken, mit denen Osteopathen erfolgreich sind. ABER grundsätzlich richten wir uns nach den Bedürfnissen und Vorlieben unserer Patienten. Keine/r muss etwas erleiden, was sie/er nicht möchte. Es gibt für alles eine Alternative.

Nach der Behandlung ist es sinnvoll viel Wasser zu trinken, um die Ausscheidung von Bindegewebsschlacken zu unterstützen. Manche Patienten sind nach der Behandlung eher müde, andere eher angeregt und fit. Vielleicht sollte sicherheitshalber zumindest nach der ersten Sitzung eine Ruhepause eingeplant werden.

Es kann nach einer Behandlung durchaus zu “Erstverschlimmerungen/Reaktionen” kommen. Die äußern sich häufig in einem allgemeinen Zerschlagenheitsgefühl, Muskelkater, Kopfschmerzen und wechselnden (leichten!)Schmerzen irgendwo im Körper. Wenn sie länger als 2-3 Tage an einer Stelle bleiben, ist es sinnvoll dieTherapeutIn anzurufen.

Manchmal ist dann nur eine kurze Sitzung nötig, um eine Kleinigkeit nachzubehandeln, manchmal beruhigen wir einfach nur oder geben am Telefon einen Tipp, wie das Problem selbst in den Griff zu bekommen ist.

Die Häufigkeit und die Abstände zwischen den Behandlungen lassen sich nicht generell festlegen. Allgemein kann man sagen, dass bei Erwachsenen und älteren Kindern der Abstand zwischen den Behandlungen oft mindestens 3-6 Wochen beträgt.

Säuglinge behandeln wir meist im Abstand von 4-10 Tagen zum zweiten Mal, danach ist oft ein längerer Abstand, manchmal halten keine weiteren Behandlungen für nötig.

 

Kosten:

Die Preise für eine Behandlung variiern von Therapeut zu Therapeut. Es ist sinnvoll, bei der Terminvereinbarung sich Informationen dazu einzuholen.

Private Zusatzversicherungen und die privaten Krankenkassen erstatten in der Regel die Behandlungen, sowohl bei Ärzten, als auch bei HeilpraktikerInnen.

Ich empfehle allerdings im Zweifelsfall vor der Behandlung nochmal bei der Kasse nachzufragen.

GesetzlicheKrankenkassen:

Seit 1.1.2012 erstatten die Techniker Krankenkasse und ein paar kleine andere Kassen, die 80% der Behandlung (maximal 60€ pro Behandlung und 300€ im Jahr), wenn ein Arzt die osteopathische Behandlung privat verordnet oder empfiehlt. Inzwischen, Stand März 2014, sind nur noch wenige Kassen nicht bereit osteopathische Behandlungen mit Zuzahlungen zu unterstützen. Es empfiehlt sich daher, im Zweifelsfall die Kasse anzurufen und nachzufragen.

 

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